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journalliterarische Miniaturen zu aktuellen Geschehnissen, allgemeinen Beobachtungen und allerlei Anderem

Mit ‘Konjunkturprogramm’ getaggte Artikel

Wo ist das Geld?

Geschrieben von hantigkohneo - 14. April 2009

Der jüngste Geldgroßbrand

Der jüngste Geldgroßbrand


Haben Sie im Fernsehen auch den Bericht über die jüngste Geldvernichtung gesehen? Sind doch immer wieder beeindruckende Bilder, oder? Die Farbtöne des Feuers sind ja bei brennenden Banknoten besonders intensiv. Und diese ungeheuer hochsteigenden Rauchschwaden. Es soll Leute geben, die schon am Rauch erkennen, ob Dollar, Euro oder zum Beispiel Britische Pfund verbrannt werden.

Wie bitte? Ah, Sie haben den Bericht gar nicht gesehen? Vielleicht die Bilder in der Zeitung? Auch nicht? Ach was, Sie haben überhaupt noch nie Bilder von so einer Geldverbrennung gesehen? Das ist ja interessant. Wo doch seit Monaten alle Medien ständig voll davon sind:

„5,5 Billionen Dollar verbrannt“ manager-magazin.de (am 18.02.2009)
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,608566,00.html

„59 Milliarden verbrannt“ n24.de (27.02.2009)
http://www.n24.de/news/newsitem_4859835.html

„Banken gehören zu den größten Geldvernichtern“ Der Tagesspiegel (19.02.2009)
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzen-Finanzkrise-Banken;art130,2733836

„Milliarden verbrannt – massiver GM Jobabbau“ teleboerse.de (07.07.2008)
http://www.teleboerse.de/989979.html

„Billionen Dollar wurden vernichtet“ OÖ Nachrichten / nachrichten.at (07.01.2009)
http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,91340

„AIG hat mit .. zusammengeschusterten Finanzinstrumenten Milliarden verbrannt“ WirtschaftsWoche (07.03.2009)
http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/warum-deutsche-versicherer-kaum-aig-absicherungen-kauften-390008/

Eine Metapher? Sie meinen, das mit dem „Verbrennen“ sei nur symbolisch? Es wurde also in Wahrheit gar kein Geld verbrannt? Na dann können wir ja beruhigt sein. Das heißt ja dann, es ist alles noch da. Das ganze Geld, es ist doch noch da? Oder?

Ja nur: Wo ist das Geld?

Wenn Sie sich diese Frage in den letzten Wochen und Monaten auch schon das eine oder andere Mal gestellt haben, dann sind Sie hier richtig! Seien Sie willkommen! Wir laden Sie herzlich ein, uns auf der größten Schatzsuche der Geschichte zu begleiten. Mit dem neuen Blog-Projekt “Wo ist das Geld?

Die Suche beginnt hier…

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Schuldenfinanziertes Konjunkturpaket

Geschrieben von hantigkohneo - 14. Januar 2009

Seit am Dienstag ausführlich über das von der deutschen Bundesregierung beschlossene „schuldenfinanzierte Konjunkturpaket“ (Zitat: sueddeutsche.de) berichtet wird, geht mir vor allem eine Frage durch den Kopf: Wo macht der Statt eigentlich diese Schulden?

Wenn doch die augenblickliche Wirtschaftskrise vor allem darin ihren Ursprung hat, dass niemand niemandem mehr Geld leiht, woher bekommt es dann der Staat? Nun gut, so ein Staat wie Deutschland hat sicherlich eine andere Bonität als ein niedersächsischer Schraubenhersteller, aber dennoch erstaunt es mich ein wenig, dass es auch jetzt noch allgemein den Anschein hat, als könne ein Staat wie Deutschland unbegrenzt Geld herbeischaffen, obwohl von Moskau bis Dubai die Kassen klamm werden.

Die gleiche Frage hat sich Herr Holger Wegner gestellt und er hat sie netterweise nicht nur sich, sondern auf www.abgeordnetenwatch.de auch gleich einem der Volksvertreter, nämlich Hamburger Abgeordneten Johannes Kahrs (SPD) gestellt. Und dieser hat lobenswerter Weise auch bereits geantwortet: http://abgeordnetenwatch.de/johannes_kahrs-650-5510–f160586.html#frage160586

Laut dieser Auskunft werden Staatsschulden zu etwa je 50% im Ausland und im Inland gemacht. Und hier dann doch zu 2/3 bei Banken!

Darüber darf man ruhig einen Moment nachdenken. Weil Banken sich gegenseitig und vor allem den Unternehmen und dem Mittelstand kein Geld mehr leihen, leiht es sich an deren statt der Staat von eben diesen Banken und gibt es an die Kredit-hungrig Wirtschaft weiter?

Nun gut, lassen wir dies mal so stehen. Aber einem anderen Aspekt dieser „schuldenfinanzierten Konjunkturprogramme“ möchte ich noch etwas Aufmerksamkeit widmen: die Bundesrepublik wird 2009 in Folge dieser Sonderausgaben eine Nettoneuverschuldung von rund 50 Milliarden auf sich nehmen müssen. President-Elect Barak Obama rechnet für die USA bereits mit einem Defizit von 1,2 Billionen! Und die meisten der G8 und auch der G20 Staaten liegen mit ihren „schuldenfinanzierten Konjunkturprogrammen“ irgendwo dazwischen.

Soll heißen, hier werden in den kommenden Monaten noch nie da gewesene Summen von Staaten an neuen Krediten aufgenommen. Und da es auch für diese stattlichen, staatlichen Schuldner keine göttliche Kredittankstelle gibt, sondern sie sich auf demselben Kapitalmarkt eindecken, wie alle anderen – Banken, Unternehmen, Investorenkonsortien etc. – auch, muss das doch zwangsläufig zu einer weiteren Verknappung auf eben diesem Kapitalmarkt führen.

Somit wird es für diejenigen, die dringend frische Liquidität benötigen, noch schwieriger, diese zu bekommen, bzw. im besten Fall „nur“ noch teurer. Somit verschärfen die zusätzlichen Staatskreditaufnahmen die Krise noch weiter, zu deren Bekämpfung sie an sich dienen sollten.

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